Zöf - Zusammenschluss Österreichischer Frauenhäuser

Veranstaltungen

ZÖF gratuliert dem Frauenhaus Graz zu 35 Jahren und einem wunderschönen neuen Frauenhaus!

Der Verein ZÖF – Zusammenschluss Österreichischer Frauenhäuser hat gleich doppelten Grund zur Freude: Seit ganzen 35 Jahren bietet das Frauenhaus Graz gewaltbetroffenen Frauen und ihren Kindern Schutz, Unterkunft und Beratung in jeder Hinsicht. Dieses 35-jährige Jubiläum wurde nicht "wie üblich" in einer ebenso langjährigen Einrichtung gefeiert, sondern in einem völlig neuen Frauenhaus. Somit lud das Frauenhaus Graz am 12. 12. 2016 sowohl zur Neueröffnungsfeier als auch zum Jubiläumsfest.

Torte

Herzliche Gratulation!

Eröffnung

Das neue Frauenhaus wurde eröffnet von (von links nach rechts): Stadtrat Michael Ehmann, Sozial-Landesrätin Mag.a Doris Kampus, Geschäftsführerin Michaela Gosch, Bürgermeister-Stellvertreterin Elke Kahr, Univ.Doz.DI Dr. Gerhard Rüsch und Mag. Günter Hirner.

Neben den umfassend neugestalteten Räumlichkeiten wurde auch ein neues Konzept des Frauenhauses präsentiert. Die ursprünglich geheim gehaltene Adresse weicht zugunsten einer transparenten, öffentlichen Adresse, kombiniert aber mit einem umfassenden neuen Sicherheitskonzept. "Durch den Umbau stehen den Klientinnen nun auf ihre Bedürfnisse abgestimmte, flexible Räumlichkeiten zur Verfügung. Dazu gehören fünf Wohngemeinschaften für drei bis fünf Klientinnen, zwei Zweiraum-Wohnungen und zwei Garconnieren", freut sich Geschäftsführerin Michaela Gosch. Im Kinderbereich arbeitet ab nun außerdem auch ein männlicher Betreuer, unter anderem, um ein positives männliches Rollenvorbild zu bieten.

Bühne

Inhaltliche Leiterin Ruth Tesselaar und Geschäftsführerin Michaela Gosch

Im Zuge der Eröffnung wurde auch der Film "Party im Kostüm" präsentiert, der in Kooperation mit dem Theater im Bahnhof Graz entstanden ist. Ziel war es, das Jubiläum des Grazer Frauenhauses mit dem Thema "Gewalt in der Familie" zu verknüpfen. Moderiert wurde die Feierlichkeit von Collete M. Schmid, musikalische Untermalung gab es von Inez Griesshofer, für das leibliche Wohl war mit einem aufwendigen Buffet gesorgt.

Fortbildung mit Seyran Ateş

Islamismus, Rassismus, Islamophobie – diese und ähnliche Begriffe sind in aller Munde. Doch wo beginnt legitime Kritik und wann transportiert man Vorurteile oder gar Rassismus? Darf der Islam mit Sexismus und Gewalt in Verbindung gebracht werden, wie dies die feministische Frauenbewegung auch beim Christentum und anderen Religionen stets getan hat – oder ist dies im Kontext der aktuellen Stimmung rassistisch? Oder im Gegenteil: Darf mit derartiger Kritik gespart werden, wenn es um die Freiheit und den Schutz von gewaltbetroffenen Frauen und Kindern geht? Was muss im Umgang mit freier Religionsausübung beachtet werden, wo werden im vielfältigen Zusammenleben im Frauenhaus aber auch Grenzen erreicht?

Seyran Ateş lieferte intensiven Input zur Vielfalt des Islam und seinen Auslegungen: Erörtert wurde im Rahmen der Fortbildung u.a. der Unterschied zwischen freier Religionsausübung und der Legitimation von scheinbar religiös motivierten Auslegungen, die tatsächlich patriarchale Unterdrückungsrituale an Frauen und häufig eben nicht religiös begründet sind. Rund 30 Frauenhaus-Mitarbeiterinnen stellten Rechtsanwältin, Autorin und Frauenrechtlerin Seyran Ateş diese und ähnliche hochaktuelle Fragen. Themen waren auch Zwangsheirat, die derzeitigen Diskussionen rund um ein Burka-Verbot, Doppelehen u.v.m.

Besprochen wurden außerdem Schnittstellen zu den Angeboten der Frauenhäuser: Was ist für gewaltbetroffene, sehr gläubige Frauen im Zuge von Beratung und Begleitung speziell nötig? Mit welchen Angeboten können wir unsere Zielgruppen hier am besten erreichen und sinnvoll zusammenarbeiten?

Seyran Ateş

Seyran Ateş war Mitglied der Deutschen Islamkonferenz und nahm am Integrationsgipfel der Bundesregierung teil. Ihr wurden zahlreiche Auszeichnungen verliehen, darunter das Bundesverdienstkreuz. Ateş ist Autorin zahlreicher Bücher, zuletzt "Wahlheimat – Warum ich Deutschland lieben möchte" (2013), "Der Islam braucht eine sexuelle Revolution" sowie „Der Multikulti-Irrtum“ (2007).

ZÖF-Fortbildung zur Gesundheitsvorsorge

Die Arbeit im Anti-Gewalt-Bereich bringt – bei all ihren positiven Seiten – auch zahlreiche Herausforderungen und Belastungen mit sich. Verstehen, Sensibilität und Empathie für das Gegenüber sind unverzichtbar, gleichzeitig wird die erlebte Gewalt, werden schreckliche Erlebnisse und Traumata in ihrer ganzen Vielzahl täglich greifbar, berühren, schockieren und zehren mitunter an den eigenen Ressourcen.

Die Kärntner Frauenhäuser nahmen sich deshalb im Rahmen des ZÖF – Zusammenschluss Österreichischer Frauenhäuser im Oktober 2016 speziell dem Thema "Gesundheitsvorsorge" an und boten Mitarbeiterinnen des Vereins ZÖF eine vielseitige Fortbildung: Konfliktverhalten und Selbstcoaching wurden dabei ebenso thematisiert wie Stressabbau, Achtsamkeit sich selbst gegenüber und Entspannungsmethoden.

Die Workshops umfassten unter anderem:

  • Yoga
  • Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen
  • Belastungen hinter sich lassen und eigene Ressourcen auffüllen
  • Bewältigungs-, Emotions- und Kommunikations-Muster im Konfliktverhalten erkennen
  • Selbstcoaching und stärkende Selbstreflexion: Was fördert und motiviert mich? Wo habe ich Kraftreserven und wie kann ich diese nutzen?
  • die eigene Intuition stärken

Dem Thema entsprechend fand die Fortbildung an einem "historischen Ort der Kraft und Ruhe", dem Stift St. Georgen direkt neben dem Längsee, statt.

ZÖF-Tagungsreihe im Herbst 2015

"Beschädigte Seele – Zusammenhänge zwischen häuslicher Gewalt und psychischen Erkrankungen"

Die ZÖF-Mitglieder Wien, Graz und St. Pölten rückten 2015 ein spezielles Thema in den Vordergrund: den Zusammenhang zwischen psychischen Erkrankungen und häuslicher Gewalt. Das gemeinsame Thema wurde in den verschiedenen Bundesländern aus einem jeweils anderen Blickwinkel beleuchtet.

In Graz lag das Hauptaugenmerk auf psychisch kranken Tätern und möglichen Opferstrategien. In Wien wurde die Differenzierung zwischen Krise, Trauma und psychischer Erkrankung erörtert und welche Unterstützung betroffene Frauen brauchen. Auch die Situation von Kindern psychisch kranker Eltern war Thema.

Der entsprechende Tagungsband beinhaltet aktuelle Beiträge aus Forschung und Praxis sowie neue Ansätzen für die Verbesserung der Situation psychisch kranker, gewaltbetroffener Frauen und deren Kinder.

Der Tagungsband zur Wiener Tagung steht unter folgendem Link zum Download zur Verfügung und ist in gedruckter Form unter verein@frauenhaeuser-wien.at erhältlich.

Fachtagung "Sicher Leben - Schutz vor Gewalt in der Familie II"

Vor 30 Jahren wurde das Frauenhaus St. Pölten eröffnet - das Gewaltschutzzentrum NÖ existiert seit 15 Jahren. Schutzorte, Gewaltschutzgesetze und Ermächtigungspraktiken haben den Handlungsspielraum von Frauen und Kindern aus gewaltbelasteten Beziehungen erweitert. Wie aber sehen die Betroffenen die Interventionen bei häuslicher Gewalt, welche Schutzlücken bestehen fort und welche gesellschaftlichen Veränderungen müssen zum Schutz vor häuslicher Gewalt vorangetrieben werden? Diesen und mehr Fragen widmet sich die gemeinsam veranstaltete Fachtagung "Sicher Leben – Schutz vor Gewalt in der Familie II".

Wann: 2.12.2014, 8:30 bis 16 Uhr

Wo: Festsaal Konservatorium für Kirchenmusik, Klostergasse 10, 3100 St. Pölten

Details entnehmen Sie bitte der Einladung; um Anmeldung wird gebeten.

Interne Tagung zum Thema "Gefährlichkeits­einschätzung"

Am 16. und 17. Dezember 2014 veranstaltet die ZÖF eine interne Tagung zum Thema "Gefährlichkeitseinschätzung". Eingeladen ist die deutsche Kriminalpsychologin Justine Glaz-Ocik. Sie ist Deeskalationstrainerin in Fällen häuslicher Gewalt, forscht in den Bereichen Tötungsdelikte an Kindern, Stalking und schwere Gewaltdelikte und war als stellvertretende Leiterin in einer Täterarbeitseinrichung tätig. Zusätzlich zur Schulung von Justine Glaz-Ocik sind Workshops geplant, die von Expertinnen, die mit hoch gefährdeten Menschen arbeiten, angeleitet werden.

news

Neue Werbe­kampagne des Vereins ZÖF
"Damit aus den Scherben der Vergangenheit eine Zukunft ohne Gewalt wird."

Neue Werbekampagne des Vereins ZÖF

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Der Verein ZÖF trauert um Sabine Oberhauser – Ministerin, Ärztin, optimistische Kämpferin.

Sabine Oberhauser

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ZÖF gratuliert dem Frauen­haus Graz zu 35 Jahren und einem wunder­schönen neuen Frauen­haus!

Eröffnung

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Fortbildung mit Seyran Ateş

Seyran Ateş

Im Rahmen des Vereins ZÖF – Zusammen­schluss Öster­reichischer Frauenhäuser besuchten Frauenhaus-Mitarbei­terinnen aus ganz Österreich eine Fortbildung mit Rechts­anwältin, Autorin und Frauen­rechtlerin Seyran Ateş. Erörtert wurden rechtliche Themen, Interpre­tationen des Islam und der Umgang mit religiösen Fragen im Frauenhaus­alltag.

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ZÖF-Fortbildung zur Gesundheits­vorsorge
Die Arbeit im Anti-Gewalt-Bereich bringt – bei all ihren positiven Seiten – auch zahlreiche Heraus­forderungen und Belastungen mit sich. Dafür benötigen Mitarbei­terinnen Ressourcen.

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ZÖF-Tagungsreihe 2015
Unter dem Titel "Beschädigte Seele – Zusammen­hänge zwischen häuslicher Gewalt und psychischen Erkrankungen" fand im Herbst 2015 eine Tagung in Wien, Graz und St. Pölten statt.

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Besonderer Einsatz zur Positio­nierung von Frauen in der Gesellschaft wird gefeiert:
Frauenpreis der BAWAG P.S.K. 2014 geht an Andrea Brem.

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Andrea Brem "Die Wienerin 2014"

Die langjährige Geschäfts­führerin Andrea Brem wurde im Rahmen der look! Women Of The Year Awards mit dem Titel "Die Wienerin 2014" gekürt.

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